Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung 2015: Diese Autos werden teurer

veröffentlicht am 19. September 2014 um 19:02 von Redaktion

Die Typklassen für 2015 wurden kürzlich veröffentlicht. Manche Fahrzeugmodelle kommen im nächsten Jahr günstiger weg, aber viele Autos wurden deutlich hochgestuft und werden für den Besitzer um Einiges teurer. Insgesamt hat sich in der zugehörigen Typklassenstatistik für das kommende Jahr jedoch recht wenig getan.

Die neuen Typklassen wurden vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Anfang des Monats auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Aus der Veröffentlichung ging hervor, das sich in der Kfz-Haftpflicht für das Gros so gut wie nichts ändert, während es allerdings bei Teil- bzw. Vollkasko zu Änderungen bei rund der Hälfte der Versicherten kommt.

Durch die Umstufungen in der Typklasse steigen oder fallen auch die Prämien für das jeweilige Fahrzeug, so dass es in 2015 für einige Fahrzeughalter empfindlich teurer werden könnte. Die Typklasse wirkt sich direkt auf die Höhe des Versicherungsbeitrages aus.

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Kfz-Versicherung 2015: Hier ändert sich die Typklasse

Laut den veröffentlichten Zahlen des GDV wird die Kfz-Haftpflichtversicherung für 12 Prozent der Versicherten günstiger, für 14 Prozent allerdings teuer. Die Typklassen steigen meist nur um eine Stufe — hier gibt es aber natürlich Ausnahmen.

Deutliche Veränderungen hinsichtlich der Einstufung gibt es für Fahrer eines Toyota GT oder eines Renault Clio/ Capture. Diese Modelle steigen um ganze vier Klassen nach oben. Anders verhält es sich mit den folgenden Fahrzeugen: Der VW Golf VII fällt um drei Klassen, während der Citroën DS3, Kia cee`d und BMW 320D Touring sich immerhin noch um zwei Klassen verbessern.

Service
Die aktuelle Typklasse Ihres Fahrzeuges finden Sie im Typklassenverzeichnis des GDV.

Ob die Versicherungsprämie aufgrund der Typklasseneinstufung nun fällt oder steigt, lässt sich nicht pauschal festlegen. Die Typklasse fließt als ein Bewertungskriterium von vielen in die Berechnung der Beiträge mit ein.

Es lohnt sich allerdings auf jeden Fall, jedes Jahr seine persönliche Beitragsentwicklung zu überprüfen, um im besten Fall auf einen günstigeren Tarif umsteigen zu können. Der Preiskampf der Anbieter tobt jedes Jahr und so kann der Verbraucher oft von leistungsstarken Tarifen und günstigen Angeboten profitieren.

Bei der Vollkasko oder Teilkasko wirken sich die Umstufungen in der Typklasse direkter aus. Hier werden sich laut der Veröffentlichung des GDV in 2015 die Einstufung des Toyota GT, des VW Beetle und des Fiat 500 um drei Klassen erhöhen. Der Ford Mondeo und der Citroën C4 steigen hingegen zwei Stufen in die andere Richtung.

Auch in der Teilkasko gibt es Schwankungen von beliebten Fahrzeugmodellen. So verschlechtert sich der Dacia Sandero um vier, der Ford Ka um drei Klassen. Mercedes Benz Viano, BMW X5 und Jaguar XK8 verbessern sich dafür um zwei Stufen. Insgesamt werden 47 Prozent der Automodell in 2015 umgestuft, nur 12 Prozent verbessern sich dabei.

Tipp der Redaktion: Sonderkündigungsrecht nutzen
Den Autofahrern steht das Recht zu, ihre Versicherung zum Ende des laufenden Versicherungsjahres mit einer einmonatigem Kündigungsfrist zu kündigen. Erhöht der Versicherer den Beitrag, kann sogar jederzeit gekündigt werden (Sonderkündigungsrecht).
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Durch die Typklassen werden die Schaden- und Unfallbilanzen der rund 25.000 Automodelle in Deutschland repräsentiert. Bei einer größeren Schadenhäufigkeit oder höheren Schäden erfolgt die Heraufstufung, d.h. die Kfz-Versicherung wird im nächsten Jahr teurer. Dabei erfolgt eine Unterscheidung nach Haftpflicht (16 Typklassen), Teil- (24 Typklassen) und Vollkasko (25 Typklassen).

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