Energiekosten: Strom und Gas in der EU eindeutig zu teuer

veröffentlicht am 10. Februar 2014 um 16:41 von Redaktion

Laut Schätzung der Internationalen Energie-Agentur IEA besteht ein sehr großer Kostenunterschied der Verbraucherpreise innerhalb der EU im Gegensatz zu den USA. Mindestens noch 20 Jahre soll demnach die Diskrepanz der Energiekosten noch Bestand haben. Dabei zeichnen die Umweltauflagen der EU zudem nicht verantwortlich.

Strom und Energie sind in der EU mit am teuersten als anderswo in der Welt. Das ist allgemein bekannt, allerdings kommt neuerdings die Tatsache hinzu, dass dieser Zustand noch 20 Jahre andauern soll. So lautet zumindest die Prognose der Internationalen Energieagentur IEA.

Glaubt man den Experten der IEA, so steht die EU vor einem massiven Rückgang (ein Drittel) der energieintensiven Exporte. Das habe immerhin Auswirkungen auf 30 Millionen europäischer Arbeitnehmer, die unter anderem den Verlust ihrer Arbeitsplätze in Kauf nehmen müssten. Daran sei die nicht optimale Struktur in Europa schuld, so die Experten.

Die Europäische Kommission stellte dies schon im Januar 2014 fest, als sie die Stromkosten für Unternehmen in Europa mit doppelt so hoch wie in den USA bezifferte. Gegenüber China belaufen sich die Mehrkosten immerhin auf ca. 20 Prozent.

Ganz deutlich werden die erhöhten Kosten für Industrie-Unternehmen bei Betrachtung des Gaspreises. Dieser liegt auf dem alten Kontinent ungefähr 300 bis 400 Prozent über dem Niveau der USA.

Energiekosten in den USA bringen Vorteile

Nun denkt manch einer bei den horrenden Energiekosten innerhalb der Europäischen Union sogleich an die vielfältigen Umweltauflagen, die für die hiesigen Unternehmen gelten.

Doch bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass diese nur unwesentlich an den höheren Kosten beteiligt sind. Anstatt der verdächtigten CO2-Zertifikate sind hingegen der Import von teuren Energieträgern nach Europa der Preistreiber Nummer Eins.

So wird in den USA schon fleißig Schieferöl und Schiefergas gefördert, während man in Europa zum einen wegen der Umweltgegebenheiten und zum anderen wegen der Umweltauflagen mächtig hinterher hinkt.

Gerade das umstrittene Fracking lässt sich in den USA aufgrund der niedrigeren Bevölkerungsdichte um Einiges leichter durchsetzen als hierzulande.

Auch die langfristigen Lieferverträge für teures Gas aus Russland, die mit dem Ölpreis gekoppelt sind, sind für die hohen Kosten verantwortlich.