Strompreise steigen 2014 an – Anbieterwechsel lohnt sich

veröffentlicht am 23. Dezember 2013 um 17:10 von Redaktion

Für die Strompreise in 2014 zeichnet sich eine weitere Kostensteigerung ab. Als Grund wird hier die Erhöhung der EEG-Umlage genannt. Mit einem Anbieterwechsel kann man den steigenden Kosten entgegenwirken und gleichzeitig viel Geld sparen. Dabei sollte man allerdings einiges beachten.

Im November sind den meisten Kunden schon die Schreiben ihres aktuellen Stromanbieters ins Haus geflattert, welche diese über die kommende Preiserhöhung informiert haben. Die Versorger haben die Pflicht, ihre Kunden schon sechs Wochen vor einer Erhöhung der Preise zu informieren, so dass noch genug Zeit für einen eventuellen Wechsel bleibt.

Insgesamt möchten über 280 Anbieter ihre Preise um 3,4 Prozent im Durchschnitt erhöhen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 4.000 Kilowattstunden bedeutet dies zusätzliche Kosten von ca. 38 Euro pro Jahr. Ungefähr 10 Millionen Haushalte in Deutschland sind von der Erhöhung der Strompreise in Deutschland betroffen.

Strompreise teurer wegen EEG-Umlage

Ab dem Jahr 2014 werden die Preise der der EEG-Umlage (EEG: Erneuerbare-Energien-Gesetz) um ca. 18 Prozent erhöht. So wird nun laut Öko-Institut statt 5,277 Cent pro Kilowattstunde ein Betrag von 6,24 Cent verlangt.

Andere Institutionen wie die Deutsche Energie Agentur (DEA) oder auch das Bundeswirtschaftsministerium sehen sogar eine Erhöhung auf bis zu sieben Cent pro Kilowattstunde kommen. Diese Preisänderung geben die meisten Versorger zumindest teilweise an Ihre Kunden weiter.

Weitere Preistreiber stellen die Abgaben aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und die Umlage für abschaltbare Lasten dar, die ebenfalls auf die Kundentarife aufgeschlagen werden.

Stromvergleich macht Wechsel einfach

Stromkunden, denen eine Preiserhöhung bevorsteht, können einfach zu einem anderen Anbieter wechseln. Steigt nämlich der Tarif, kann man vom Sonderkündigungsrecht (§5 StromGVV) Gebrauch machen und zu einem günstigerem Stromanbieter wechseln. Hierbei sollte die Wechselfrist von vier Wochen beachtet werden, damit der Wechsel auch wirksam wird.

Mit einem aktuellen Strompreisvergleich erhält man einen schnellen Überblick über die aktuellen Tarife und kann dann einfach zu einem billigeren Anbieter wechseln.

Je nach Bundesland stehen den Stromkunden durchschnittlich knapp 140 verschiedene Stromanbieter zur Verfügung. Bis vor wenigen Jahren waren dies noch weniger als die Hälfte, die damals für die Kunden zur Auswahl standen.

Für einen Vergleich der Stromanbieter im Internet genügt es, die Postleitzahl und den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden anzugeben. Weitere persönliche Daten werden nicht benötigt. Das Ergebnis kann nach Wunsch dann noch verfeinert werden, so dass bestimmte Tarifmerkmale von vornherein ausgeschlossen oder auch direkt ausgewählt werden können.

Den neuen Tarif kann man dann gleich noch online abschließen, um die weiteren Formalitäten kümmert sich der neue Anbieter und kündigt dabei sogar ihrem bisherigen Stromanbieter automatisch. Übrigens: Wechselgebühren dürfen nicht erhoben werden, diese sind nicht zulässig.

Der günstigste Anbieter ist nicht gleichzeitig der Beste

Bei der Auswahl des neuen Anbieters sollte laut den Verbraucherzentralen des Bundes einige Dinge beachtet werden:

  • Achten Sie auf die Laufzeit des neuen Vertrages. Binden Sie sich maximal nur für ein Jahr an den neuen Anbieter.
  • Beachten Sie ausserdem die Kündigungsfrist. Diese sollte nicht mehr als vier Wochen betragen. Damit ist ein schneller Wechsel zu einem anderem Anbieter im Falle des Falles gewährleistet.
  • Augen auf bei besonders günstigen Angeboten. Irgendwo muss der „Sparvorteil“ ja herkommen. Überlegen Sie sich, ob der Anbieter so überhaupt kostendeckend arbeiten kann.
  • Bleiben Sie bei Stromanbietern mit monatlicher Zahlung. Vorauskasse ist durchweg nicht zu empfehlen, da bei einer Insolvenz des Versorgers der vorausgestreckte Betrag meist verloren ist.
  • Von sogenannten Strompaketen mit vereinbarter abzunehmender Strommenge ist ebenfalls abzuraten. Dafür sollten Sie ihren exakten Stromverbrauch genau kennen und möglichst nicht darunterliegen, da sie sonst draufzahlen müssen.

Baldige Handlung empfohlen

In Kreisen einiger Branchenbeobachter ist man sich einig, dass auch die Unternehmen, die bis jetzt ihre Preise nicht erhöht haben, in den Anfangsmonaten des Jahres ebenfalls noch Strompreiserhöhungen durchführen werden.

Dies kann auch vor allem die Unternehmen betreffen, die bis jetzt ihren Kunden noch Preisstabilität zum Jahreswechsel versprochen haben. Dies wird trotz dem stetig sinkenden Strompreis an der Börse passieren, da ein großer Anteil der Stromkosten ja inzwischen staatlichen Gebühren zu verdanken ist, die von den Unternehmen erbracht werden müssen. Diese werden zeitnah an den Kunden durchgereicht.