Kreditwürdigkeit und Zinshöhe

veröffentlicht am 11. Juli 2014 um 17:12 von Redaktion

Nicht nur für den Kreditnehmer ist es besonders wichtig, verschiedene Angebote zu vergleichen, um so den günstigsten Kredit mit den niedrigsten Zinsen zu bekommen. Die Banken sind ebenso darum bemüht, heraus zu finden, ob ein Schuldner alle Voraussetzungen erfüllt, um seinen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang, fristgerecht nach kommen zu können. Diese Fähigkeit des Schuldners wird als sogenannte Bonität bezeichnet und steht im engen Zusammenhang mit der Kreditvergabe.

Über die Bonität eines Kreditnehmers entscheiden mehrere Faktoren. Eine notwendige Liquidität sollte grundsätzlich vorhanden sein. Zudem stellt ein regelmäßiges Einkommen eine grundlegende Voraussetzung dar, da sich die Bank absichern kann, dass zum Beispiel ein Tilgungskredit monatlich abgezahlt werden kann. Demnach werden Beamte beispielsweise, eher als Kreditwürdig eingestuft, da diese ein sicheres und festes Einkommen haben.

Ein wichtiges Werkzeug, dessen sich die Banken bedienen, ist die sogenannte SCHUFA HOLDING AG. Diese Schutzgemeinschaft sammelt Wirtschaftsdaten, wie Kontaktdaten, die Wohnanschrift, diverse Angaben zu Finanzierungsverträgen und zu Konten und Kreditkarten. Weiterhin werden Informationen gespeichert über Mahnverfahren oder Privatinsolvenzen. Anhand dieser Daten, kann ein sogenannter Score-Wert berechnet werden, mit dessen Hilfe eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls gemacht werden kann. Prinzipiell gilt: Je niedriger der Score-Wert, desto höher ist das Risiko, dass den Schuldner betrifft.

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Wenn ein Kreditnehmer also beispielsweise schon einmal Privatinsolvenz angemeldet hat, senkt das seinen Score-Wert und die Wahrscheinlichkeit ein Darlehen trotz Insolvenz zu bekommen ist eher gering. Wichtig ist es deshalb, SCHUFA-Einträge regelmäßig zu kontrollieren und zu bereinigen.

Liquidität, Einkommen und SCHUFA-Einträge entscheiden zum einen darüber, ob Sie als kreditwürdig eingestuft werden. Zum zweiten entscheiden diese Faktoren aber auch über die Höhe der anfallenden Zinsen. Je geringer zum Beispiel die Sicherheit eines regelmäßigen Einkommens ist, desto höher können Zinsen und Auflagen werden.

Genauso verhält es sich mit dem Score-Wert. Sobald diesen eine Bank in Ihre Entscheidung mit einbezieht, kann er dazu beitragen, dass höhere Zinsen erhoben werden. Falls Sie also vorhaben einen Kredit zu beantragen, sollten Sie sich von vornherein darüber im Klaren sein, anhand welcher Faktoren entschieden wird, ob Sie einen Kredit bekommen.

Weiterhin ist es sinnvoll einen Haushaltsplan aufzustellen, um eventuell eine erste Selbsteinschätzung vornehmen zu können, ob regelmäßige Rückzahlungen in der Zukunft möglich sein werden.